Gewista und KUNST HAUS WIEN luden zur Linda McCartney Ausstellung

Gewista und KUNST HAUS WIEN luden zur Linda McCartney Ausstellung

Mittwoch, 05. Juni 2013:

Um 18 Uhr wurde die Ausstellung unter Anwesenheit des Superstars Sir Paul McCartney im KUNST HAUS WIEN eröffnet. Zur Voreröffnung lud die Gewista gemeinsam mit dem KUNST HAUS WIEN. Direktor Franz Patay schilderte, wie es dem KUNST HAUS WIEN gelungen ist, mit „Linda McCartney“ die weltweit erste umfassende Retrospektive des Lebenswerks von einer der interessantesten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts nach Wien zu bringen und lobte die gute Zusammenarbeit mit der Familie McCartney.

Gewista CEO KR Karl Javurek begrüßte die Besucher der Voreröffnung der Linda McCartney Ausstellung: „Ich freue mich ganz besonders Sie im Zuge dieser Private-View der Foto-Ausstellung von Linda McCartney hier im KUNST HAUS WIEN begrüßen zu dürfen. Die Gewista und das KUNST HAUS WIEN verbindet eine langjährige und sehr gute Zusammenarbeit und wir sind immer wieder stolz Kunst und Kultur die in diesem schönen Haus gezeigt wird, unterstützen zu dürfen. Ganz besonders freuen wir uns die Werke von Linda McCartney im Juni im Zuge einer Plakataktion zeigen zu dürfen und damit Kunst in den öffentlichen Raum zu transportieren. Ich wünsche Ihnen allen eine schönen Abend und genießen Sie die Werke von Linda McCartney!“

Linda McCartney, 1941 in New York als Linda Eastman geboren, war eine Fotografin aus Leidenschaft. Ihre Begeisterung für die Musik ließ sie zunächst in die Musikszene zwischen New York, Kalifornien und London eintauchen. Ihre Porträts von Stars wie Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison, Aretha Franklin oder Simon & Garfunkel prägen unser Bild der „Swinging Sixties“. Die auf diesen Fotos spürbare Atmosphäre von Nähe und Vertrauen macht ihre Porträtkunst unverwechselbar.

Eine zufällige Gelegenheit, die Rolling Stones bei einer Pressekonferenz zum Album „Aftermath“ im Juni 1966 auf einer Yacht am Hudson River zu fotografieren, bedeutete für die junge Fotografin den Durchbruch. Als 1968 ihr Porträt von Eric Clapton auf dem Cover der Zeitschrift „Rolling Stone“ erschien, war sie die erste Frau, der diese Ehre zuteilwurde. McCartney fotografierte die Beatles bei der Präsentation ihres Albums „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ im Jahr 1967. Paul und Linda verliebten sich ineinander und heirateten zwei Jahre später. Das gemeinsame Familienleben mit vier Kindern – zwischen den letzten Tagen der Beatles, den Tourneen der Wings und ruhigeren Tagen auf dem Land in Sussex und Schottland – rückte ins Zentrum ihrer Fotografie.

Linda McCartneys Alltagsszenen aus der hingebungsvollen Hinwendung zu ihrer Familie zeugen von einem stets wachen Blick für die Poesie des Augenblicks ebenso wie für Humor und Surreales. Sie stehen in ihrem fotografischen Schaffen heute gleichwertig neben den berühmten Porträts. Auch in diesen Arbeiten bleibt ihr markanter persönlicher Stil einer lässigen Eleganz, gepaart mit dem untrüglichen Gespür für den richtigen Moment, sichtbar.

In ihrem späteren Leben kehrte Linda McCartney zu den frühen und prägenden Interessen ihrer Entwicklung als Fotografin zurück. Ihre Auseinandersetzung mit bildender Kunst hatte mit der Begegnung mit zahlreichen prominenten Künstlern begonnen und sie Kunstgeschichte studieren lassen. Eine spezielle Begeisterung für das Medium Fotografie, seine Geschichte und seine Verfahren, führte sie zu Experimenten mit Techniken aus den Anfangstagen der Fotografie. Eine beachtliche Anzahl ihrer Porträts stammt aus dieser Zeit, etwa von Willem de Kooning, Gilbert and George, Jim Jarmusch und Allen Ginsberg. Tiere, Pflanzen, Landschaften und Stillleben – teilweise ausgeführt als Platin- oder Sonnendruck – sowie ein dokumentarischer Bereich mit Kontaktbögen, Videos und anderen Originalmaterialien runden den Blick auf das Lebenswerk einer leidenschaftlichen Fotografin ab.

Paul McCartney: „Von Anfang an bewunderte ich ihre Fotografie und dass ich ihre Arbeit persönlich erleben durfte, verstärkte diese Bewunderung noch. […] Von ihr fotografiert zu werden, fühlte sich locker und angenehm an, und in ihren Arbeiten kommt deutlich zum Vorschein, wie entspannt ihre Modelle sind. Ihr untrüglicher Sinn für das richtige Timing hat mich immer beeindruckt. Sie drückte auf den Auslöser, wenn man es am wenigsten erwartete, und dann hatte sie ihr Foto im Kasten. Ihre Kunst nahm eine neue Dimension an, als sie eine Familie gründete und ihre Kinder großzog. […] Auf der persönlichen Ebene war sie eine lebenslustige, äußerst loyale Person, die ihre Familie über alles stellte; ihr trockener Humor schimmerte bei allem durch, was sie tat.“ (Aus dem Buch „Linda McCartney: Life in Photographs“, TASCHEN 2011)

Werke von Linda McCartney wurden unter anderen von Institutionen wie dem International Center of Photography in New York oder dem Victoria and Albert Museum und der National Portrait Gallery in London gezeigt. Das KUNST HAUS WIEN präsentiert mit dieser Ausstellung die weltweit erste umfassende Retrospektive der Fotografin.

Sir Paul McCartney, zur Ausstellung und Linda McCartneys Werk:

„Sie sorgte dafür, dass man sich wohlfühlt; sie sorgte dafür, dass ich mich wohlfühlte. Sie zeigte mir den Wert eines entspannten Lebens. Linda war eine vollkommen ungezwungene Persönlichkeit, sie hatte viel Humor, sie war liebevoll und warmherzig. Und all das sieht man in ihren Arbeiten.“

Dr. Franz Patay zur Eröffnung der Ausstellung:

„Die Ausstellung „Linda McCartney“ ist ein Beweis dafür, dass das KUNST HAUS WIEN in der Liga der wichtigen Ausstellungshäuser Europas positioniert ist.

Mit der von uns, gemeinsam mit „Linda Enterprises Ltd.“ produzierten Schau ist es uns erstmals weltweit gelungen eine so umfassende Retrospektive des Oeuvres von Linda McCartney zu realisieren. Wir freuen uns ganz besonders, dass Sir Paul McCartney trotz dichtem Terminkalender zur Promotion seines neuen Albums nach Wien gekommen ist, um die Ausstellung seiner verstorbenen Frau zu eröffnen. Wir würden uns freuen, wenn er im Rahmen seines Konzertes in Wien am 27. Juni im Ernst Happel Stadion, noch einmal die Möglichkeit wahrnimmt, um sich die Ausstellung nochmals in Ruhe anzusehen.“

Peter Hanke, Wien Holding

„Es ist schön zu sehen, dass es einem Unternehmen der Wien Holding, wie dem KUNST HAUS WIEN einmal mehr gelungen ist, mit der Ausstellung „Linda McCartney“, ein Projekt mit internationaler Strahlkraft nach Wien zu holen."

Kulturstadtrat, Dr. Andreas Mailath-Pokorny

Überreichte Sir Paul ein Faksimile eines Walzers von Johann Strauss mit den Worten: „Johann Strauss war in seiner Zeit ein Popstar, als er diese Komposition schuf“. Sir Paul konterte schlagfertig: „aber die Beatles sind besser“.

Die Ausstellung wurde vom KUNST HAUS WIEN in Zusammenarbeit mit Linda Enterprises Ltd. produziert. Die kuratorische Arbeit erfolgte durch Mitglieder der Familie McCartney und Andreas Hirsch, Kurator des KUNST HAUS WIEN, in Kooperation mit Claudia Schmid, Linda Enterprises Ltd.

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