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Das Konsumverhalten nach Lockerung der Maßnahmen

Bau- und Gartenmärkte sowie Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 400m² durften unter Einhaltung bestimmter Maßnahmen bereits am 11.04.2020 wieder aufsperren. Der Andrang war groß und vor allem in Bau- und Gartenmärkten ist die Besucheranzahl noch immer sehr hoch. Mit Anfang Mai darf nun der gesamte Handel öffnen und die Wirtschaft erlebt dann wieder einen Aufschwung. 
 

Wie entwickelt sich nun das Konsumverhalten?

Laut einer aktuellen Gallup Studie sehnen sich die Österreicherinnen und Österreicher am meisten nach Urlauben und Restaurantbesuchen – zwei Kategorien, bei denen sie sich noch etwas gedulden müssen. Man darf jedoch davon ausgehen, dass, sobald die Möglichkeiten gegeben sind, wie schon bei den Baumärkten zuvor, ein regelrechter Ansturm auf Lokale und Schanigärten erwartet werden kann.
Die Zeit der Hamsterkäufe ist nun vorbei – grundsätzlich ist das Konsumverhalten weiterhin von einer geringeren Einkaufsfrequenz geprägt, der Onlinehandel boomt.

Die Ergebnisse einer weiteren aktuellen Studie, von IP Österreich, zeigen, dass sich knapp 30% aller befragten Personen auf das Einkaufen gehen und vor allem auf das Shopping-Erlebnis freuen. Nach Wiedereröffnung der Geschäfte plant fast jeder Zweite Geschäfte mit Anschaffungskosten über 500 Euro. Diese Käufe sollen vorwiegend in naher Zukunft, also in den Monaten Mai und Juni, stattfinden. Neben dem Kauf von Elektrokleingeräten, Sportartikeln und Freizeitbedarfsartikel, sind auch Fahrzeugkäufe geplant.
 

In welchen Produktgruppen werden Käufe nachgeholt werden?

Wie in der nachfolgenden Grafik zu erkennen ist, wird es vor allem in der Modebranche und im Lebensmittelhandel zu einer starken Nachfrage kommen. Des Weiteren ist zu erkennen, dass nach Eröffnung der Geschäfte im Gartenmarkt, sowie im Baumarkt vermehrt Einkäufe erfolgen werden. 
 
Quelle: Gallup Institut - Einkaufen in der Krise (April 2020)

Welche Änderungen sind im Einkaufsverhalten spürbar?

Bereits jetzt zeichnen sich einige Veränderungen im Einkaufsverhalten ab.  Ein erster interessanter Trend ist, dass die gute alte Einkaufsliste einen Aufschwung erlebt. Personen verbringen eine kürzere Zeit im Geschäft und planen ihre Einkäufe im Voraus. Dadurch wird die Einkaufsfrequenz verringert und Impulskäufe finden seltener statt.  Eine weitere Änderung im Einkaufsverhalten betrifft die Bezahlung. Die bargeldlosen Bezahlmöglichkeiten sind im Vormarsch. Ganze 41% der Österreicherinnen und Österreicher sehen in Bargeld eine Ansteckungsgefahr.  Auch die Bedeutung regionaler Produkte und heimischer Unternehmen ist für viele Konsumentinnen und Konsumenten gestiegen. Mehr als 2/3 aller Personen möchten weiterhin mehr regionale Produkte kaufen und 63% möchten bei heimischen Unternehmen einkaufen.  Ebenfalls von hoher Relevanz sehen die Österreicherinnen und Österreicher das Einkaufserlebnis in Einkaufsstraßen und Shoppingcentern. In Zukunft soll dies mehr wertgeschätzt und genossen werden. 


Quellen:
Einkaufen in der Krise  - Gallup Institut, April 2020
Nach der Corona-Krise - IP Österreich, April 2020
Konsumentenverhalten - Mediaplus Corona Hub, April 2020
Der Einfluss von Covid-19 auf den österreichischen Handel - Nielsen, März 2020

 

Weitere interessante Links und Studien


Aktuelle Zahlen & Daten zur Mobilität in Österreich finden Sie auf folgenden Links:
 https://bleibdaheim.invenium.io/de/dashboard/ 
Google Mobility Report 

Mobilitätstrends in Österreich - Gewista, April 2020
In diesem Dokument finden Sie einen Überblick über aktuelle Daten und Fakten zur Entwicklung der Mobilität in den vergangenen Wochen in Österreich. 
  
"Beyond survival tactics" - Kantar, März 2020
Das Fazit dieser Studie ist, dass starke Marken Krisen leichter überstehen als schwache. Des Weiteren vertrauen Personen während einer Krise vor allem ihnen bekannten und gewohnten Marken. Out of Home ist genau für diese Situation optimal geeignet, da es ein Brand-Building-Medium ist.  Hier geht es zur Studie: Beyond survival tactics