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Die Mobilitätstrends in Österreich

Der Höhepunkt der Corona-Krise wurde bereits überschritten und das Land blüht wieder auf. Die Ausgangsbeschränkungen wurden gelockert, alle Geschäfte durften Anfang Mai wieder aufsperren und auch die Gastronomie darf ab Mitte Mai ihren Betrieb wieder aufnehmen. Die Mobilität der Österreicherinnen und Österreicher steigt stetig, die Menschen sind wieder vermehrt unterwegs und auch der Handel atmet wieder auf. 
 

Wie hat sich die Mobilität in den letzten Wochen entwickelt? 

Seit Anfang April ist ein Mobilitätsanstieg in ganz Österreich zu verzeichnen. Gab es am 06.04.2020 noch eine Mobilitätsreduktion von 29% im Vergleich zu Mitte Jänner 2020, waren es am 17.04.2020 nur noch 21% an Personen, die Zuhause sind beziehungsweise sich in einem Radius von einem Kilometer um ihren Wohnort befinden. Ein Monat danach, am 06.05.2020, ist die Mobilitätsreduktion derzeit bei rund 16%. Anhand dieser Daten lässt sich schließen, dass Österreich wieder vermehrt unterwegs ist. Des Weiteren ist davon auszugehen, dass mit der Öffnung der Schulen und der Reduktion von Home Office ein weiterer Mobilitätsschub erfolgt und man bis Ende Mai nur noch mit einem Minus von 5 bis 10% rechnet. Das Beförderungsmittel Nummer 1 ist derzeit der PKW.  Wenn man sich aktuelle Daten im Vergleich zur Vorwoche ansieht, ist ein stetiger Anstieg des Individualverkehrs zu verzeichnen. Von Tag zu Tag sind mehr Kraftfahrzeuge auf den Straßen unterwegs. Es ist anzunehmen, dass über die nächsten Wochen weiterhin ein Zuwachs an Mobilität erfolgt und bald eine Normalisierung eintritt. Doch nicht nur im Individualverkehr ist ein stetiger Aufwärtstrend zu bemerken, sondern auch im öffentlichen Verkehr. Ab nächstem Montag, dem 11.05.2020, kehren die Wiener Linien zum Normalbetrieb zurück, um die steigende Anzahl der Fahrgäste sicher transportieren zu können. Man geht des Weiteren davon aus, dass spätestens mit Anfang Juni die Fahrgastzahl wieder im gewohnten Bereich liegen wird. 

Die steigende Mobilität der österreichischen Bevölkerung lässt sich nicht nur anhand von Verkehrsdaten verzeichnen, sondern auch anhand der Besuchszahlen diverser Orte. So befindet sich der Lebensmitteleinzelhandel nur mehr rund 17% unter dem Normalniveau im Vergleich mit den Daten von Jänner 2020. Des Weiteren kam es zuletzt zu einem starken Anstieg im Bereich der Freizeiteinrichtungen. Dies wird mit der Öffnung der Restaurants, Shopping Centers und Sportstätten weiter voranschreiten. Die Mobilität von und zu Arbeitsplätzen stagnierte bislang bei rund minus 50%. Dies wird sich mit dem langsamen Ende des Home Office in den kommenden Wochen ändern. Um es auf den Punkt zu bringen, ist zu sagen: Die österreichische Bevölkerung nutzt die Lockerungen der Maßnahmen und ist vermehrt Out of Home. 
 

Wie wird es weitergehen? 

Die Menschen sehnen sich nach der Rückeroberung des öffentlichen Raums. Mit jeder Lockerung werden die Menschen mobiler und nutzen die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, um ihre Freizeit zu gestalten. Auch der Bedarf an Konsum nimmt nach der Zeit der Einschränkungen bei vielen Menschen wieder zu. Wie wir in den letzten Wochen sehen durften, führte jeder Schritt zu regelrechten Anstürmen auf Baumärkte, Fast Food-Restaurants, Möbelhäuser und sogar Friseure. Ein hoher Anteil der Konsumentinnen und Konsumenten sehnt sich nach dem Shoppingerlebnis auf Einkaufsstraßen und in Einkaufszentrum und möchte aufgeschobenen Einkäufe möglichst rasch nachholen. 
 

Was bedeutet das für die Werbung im Out of Home? 

Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen bei weitem keine so großen Verluste bei Impact und Recognition, wie man durch die Mobilitätssituation der letzten Wochen vermutet hatte. Als potentiellen Grund hierfür wird gesehen, dass viele Menschen vermehrt spazieren gegangen sind und ihre Umgebung dabei bewusster wahrnahmen. Es gab weniger Verkehr und Gedränge, wodurch Out of Home-Werbung präsenter war und ihre Wirkung noch besser entfalten konnte. Mit dem Anstieg der Mobilität kommen Menschen an einer höheren Anzahl an Werbeträgern im öffentlichen Raum vorbei, wodurch wieder vermehrt Werbung gesehen wird. Es ist anzunehmen, dass durch die Entschleunigung die Werbebotschaften bewusster wahrgenommen werden. 
Bei den Rolling Boards und City Lights rechnen wir damit, spätestens Ende Mai annähernd die Kontaktwerte von den Zeiten vor der Krise erreichen zu können und auch im Bereich Transport steigen die Kontakte stetig. Derzeit befindet sich vor allem in ländlichen Regionen die Mobilität annährend auf dem Niveau wie vor der Krise - davon profitieren nationale Kampagnen


Quellen: 
BleibDaheim - A1/Invenium, Stand 06.05.2020
Verkehr in Wien  - TOMTOM, Stand 05.05.2020
Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel - Servus TV, Stand 04.05.2020
Apple Mobility Trends - Apple, Stand 04.05.2020
Google Mobility Report  - Google, Stand 30.04.2020
Einkaufen in der Krise  - Gallup Institut, April 2020
Nach der Corona-Krise - IP Österreich, April 2020

 

Weitere interessante Links und Studien


Aktuelle Zahlen & Daten zur Mobilität in Österreich finden Sie auf folgenden Links:
 https://bleibdaheim.invenium.io/de/dashboard/ 
TOMTOM
Google Mobility Report
Apple Mobility Trends

Einen Überblick über die derzeitigen Mobilitätstrends finden Sie im anschließenden Dokument: