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Mehr Aufmerksamkeit für die Frauenhelpline gegen Gewalt soll dazu beitragen, die Hemmschwelle zu senken und frühzeitige Hilfe zu erleichtern.

Wien, 10. September 2026 – 34,5 Prozent der Frauen in Österreich haben seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und/oder sexualisierte Gewalt erlebt. Mit der seit Juli 2026 laufenden österreichweiten Kampagne „Lieber ein Anruf mehr!“ stellen der österreichische Out-of-Home Marktführer Gewista und der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) die Frauenhelpline gegen Gewalt 0800 222 555 daher ins Zentrum. Die Frauenhelpline ist österreichweit rund um die Uhr, kostenlos, anonym und vertraulich erreichbar. Sie bietet betroffenen Frauen und Mädchen sowie ihrem Umfeld Erst- und Krisenberatung, Orientierung und Zugang zu weiteren Hilfsangeboten. 


Im Rahmen der heutigen gemeinsamen Pressekonferenz sprachen die Gewista, der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) und Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner über die Kampagne sowie die gesellschaftliche und politische Bedeutung von Gewaltschutz, Prävention und Sensibilisierung. Im Mittelpunkt stand dabei auch die Frage, welche Rolle und Verantwortung Out-of-Home im öffentlichen Raum übernehmen kann.

Copyright: Niklas Schnaubelt

Gewista nutzt Reichweite für gesellschaftlich wichtiges Thema


Die Gewista stellt ihre digitalen Werbeflächen für die Kampagne österreichweit unentgeltlich zur Verfügung. Die pro-bono Gestaltung der Sujets hat die UNIQUE Werbeagentur übernommen und dabei eng mit der Gewista und dem AÖF zusammengearbeitet. 
„Als österreichischer Marktführer im Bereich OOH haben wir eine enorme Reichweite, welche wir verantwortungsvoll und für gesellschaftlich relevante Themen nutzen wollen. Basierend auf diesem Gedanken ist die Zusammenarbeit mit dem Verein der Autonomen Österreichischen Frauenhäusern entstanden, um der Frauenhelpline 0800 222 555 mehr Sichtbarkeit zu verschaffen. Die Zahlen in den Vergleichsmonaten zeigen einen Anstieg an Anruferinnen, die von Gewalt betroffen sind, zum Vorjahr und sind ein ermutigendes Signal für Sichtbarkeit der Frauenhelpline. Ein eindeutiger Zusammenhang mit der Kampagne kann natürlich nicht abgeleitet werden. Aber allein, wenn durch die Kampagne ausgelöst wird, dass Anrufe früher als sonst erfolgen, haben wir einen wichtigen Schritt erreicht“, betont Franz Solta, CEO der Gewista.

Sichtbarkeit kann Zugang zu Hilfe erleichtern

„Die Frauenhelpline muss sichtbar sein, bevor Gewalt eskaliert oder Unterstützung dringend gebraucht wird. Die Kampagne bringt die Nummer 0800 222 555 in den öffentlichen Raum und macht damit ein kostenloses, anonymes und rund um die Uhr erreichbares Beratungsangebot bekannter. Auch Angehörige, Freund:innen und andere Bezugspersonen können sich an die Frauenhelpline wenden. Lieber ein Anruf mehr als ein Anruf zu spät“, so Beate Malekzadeh-Forstner, Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser.


Auch Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung, betonte: „Österreich hat ein dichtes und hoch professionelles Gewaltschutznetz, das wir als Bundesregierung konsequent unterstützen, ausbauen und weiterentwickeln. Zentral ist aber, dass Frauen sich sicher sein können, dass sie Hilfe und Unterstützung bekommen und wissen, wohin sie sich wenden können, um diese zu erhalten. Genau hier setzt die Kampagne ‚Lieber ein Anruf mehr!‘ an: Sie bringt die Nummer dorthin, wo Frauen täglich unterwegs sind. Wer von Gewalt betroffen ist, sich bedroht fühlt oder Angst um sich oder die eigenen Kinder hat, erreicht die Frauenhelpline unter 0800 222 555 rund um die Uhr kostenlos, anonym und vertraulich. Ein Anruf ist nie eine Überreaktion.“
 

Published in Kooperationen